Mit der Einfahrt des ersten Eisenbahnzuges der Bahnlinie Winterthur - Wil - Rorschach am 14. Oktober 1855 war die Stadt Wil an das Bahnnetz angeschlossen. Die Verbindung vom Bahnhof zur Stadt, die Obere Bahnhofstrasse, entwickelte sich nach anfänglichem Zögern rasch und wurde zum eigentlichen Auslöser der Stadtentwicklung ausserhalb der Altstadt. Allerdings, das Stück vom Bahnhof zur Wirtschaft zum "Freihof", das sich ideal als Bauplatz anbot, wurde von ihrem Besitzer, der Ortsbürgergemeinde Wil, anders genutzt. In der Bürgerversammlung vom 16. Oktober 1860 wurde beschlossen, die damals in diesem Gebiet bestehende Kiesgrube aufzufüllen und einen Spazierweg, eben eine "Allee", zu erstellen, die als eine Art "Visitenkarte" von Wil für die Reisenden und als schattige "Wandelbahn" für die Einheimischen vor allem im Sommer ihre Funktion erfüllen sollte. Im November 1895 nun hatten sich die Alleebäume gut entwickelt, der kleine Platz in der Mitte aber war recht unansehlich geworden. In seinem Gutachten vom 3. November 1895 schlug der Ortsverwaltungsrat nun vor, neben den notwendigen Sanierungen auch einen Springbrunnnen mit entsprechendem Wasserbassin als Anziehungspunkt einzurichten. Der einstimmigen Annahme des Antrages folgte die Ausführung. Vom Besitzer der Villa Schlosshalde bei Pfungen konnte für Fr. 200.-- die eiserne Fontäne erworben werden, das Becken und das Geländer wurden selber erstellt.
Raum
Alleestrasse
Strassen & Plätze · Raum
Dokumente
- 📝Allee-Auszuege-Ortsgemeinde-1860-1895.docxdocx
- 📝Allee-Auszuege-Politische_Gemeinde-1860.docxdocx
- 📝Allee-Bau-OG-Versammlung-16-10-1860.docdoc
- 📄Allee-Springbrunnen-1907.pdfpdf
- 📄Allee-Uebereinkunft-1895.pdfpdf
- 📄Allee-Zusammenstellung_1860-1873.pdfpdf
- 📄Allee-Wiler-Zeitung-05-09-1985.pdfpdf
- 📄Allee-Wiler-Zeitung-06-09-1985.pdfpdf
Quelle: wilnet.ch








