Als fernes Ziel wurde in der Zentrumsplanung von 1978/79 die Befreiung einiger Teile der Oberen Bahnhofstrasse vom Autoverkehr in Aussicht gestellt. Durch die einfache parlamentarische Anfrage vom 22. Januar 1992 an den Stadtrat mit dem Titel "Was hat der Stadtrat betreffend verkehrsfreie Obere Bahnhofstrasse unternommen ?" ausgelöst, führten die Antwort des Stadtrates und ein Initiativbegehren dazu, dass das Wiler Gemeindeparlament an seiner Sitzung vom 29. April 1993 eben diesem Initiativbegehren für eine "Fussgängerzone Obere Bahnhofstrasse" zustimmte und einen Kredit für die Durchführung eines Ideenwettbewerbes erteilte.
Aus 21 Projektentwürfen wurden 8 Entwürfe ausgewählt, aus denen das Projekt "Prägung" des Zürcher Architekten Willi Walter und seiner künstlerischen Mitarbeiterin Charlotte Schmid zur Ueberarbeitung und Ausführung erwählt wurde. In der Begründung des Preisgerichts wird festgehalten: " Die zentrale Idee des Projektes ist die Schaffung einer gleichmässigen Struktur über die ganze Obere Bahnhofstrasse - an beiden Enden abgeschlossen durch je ein geometrisches Kunstwerk. Durch die strenge Gestaltung des Bodenbelages und der entsprechenden Anordnung der Bäume und Kandelaber wird eine Ordnung erzeugt, welche die heutige heterogene Bebauung zu beruhigen vermag." Begrüsst wurde insbesondere der Vorschlag, auf der ganzen Strasse keine festen Einrichtungen zu plazieren, sondern das Terrain für wechselnde Aktivitäten freizuhalten und in klare Nutzungszonen zu gliedern.
Der zeitliche Raster für die Umsetzung sah so aus, dass im Herbst 1994 das Wiler Gemeindeparlament über den Projektierungskredit befinden sollte. Die anschliessende Detailprojektierung nahm rund acht Monate in Anspruch. Der Stadtrat sollte dann im Mai/Juni 1995 das Projekt verabschieden. Ueber den Baukredit sollte das Gemeindeparlament im vierten Quartal 1995 entscheiden. Anschliessend sollte das öffentliche Anzeige- und Auflageverfahren erfolgen, von dem letztlich der Baubeginn abhing.





