Am 1. September 1987 feierte die Frauenfeld-Wil-Bahn ihren 100. Geburtstag. Dabei zeigte sich die "alte Dame" dank dem erst wenige Jahre alten Rollmaterial und zahlreichen baulichen Erneuerungen jünger denn je. Immerhin liessen sich Bund, Kantone und Gemeinden die Verjüngungskur der Schmalspurbahn 31 Millionen Franken kosten, dafür ist das moderne Verkehrskonzept "Bahn 2000" zwischen Frauenfeld und Wil bereits Realität geworden. Die Investitionen tragen denn auch schon Früchte: Die Zahl der jährlich beförderten Passagiere stieg von 1984 bis 1986 um 14 Prozent auf 685'000 Personen an. So käme wohl heute kaum noch jemand auf die Idee, die Frauenfeld-Wil-Bahn stillzulegen, wie dies verschiedene Politiker und Verkehrsexperten noch in den 70er-Jahren gefordert hatten. Die Wiler nennen sie liebevoll "s"Frauenfelderli", die Frauenfelder in gegenseitiger Achtung "Wiler Bähnli", die kleine Lokalbahn, welche die Thurgauer Hauptstadt mit der Äbtestadt im Fürstenland verbindet. Keine Abzweigung kompliziert ihr Schienennetz, sie bedient zwei grosse Bahnhöfe an wichtigen Linien, besitzt fünf Stationen, neun Haltestellen, hie und da ein Industriegeleise, sechs Ausweichstellen und ein Streckengeleise von 17'640 Kilometer Länge. So fährt sie hin und her, her und hin, täglich.
(Mathis, Hans Peter; 100 Jahre Frauenfeld-Wil-Bahn, in: Das Wiler Jahrbuch 1988, Wil) Von 1919 bis 1920 erfolgte die Umstellung von Dampfbetrieb auf elektrischen Strom. Die Arbeiten sind im Fotobuch "EW-Bahn Elektrifizierung" detailliert fotografisch geschildert.Seit neuestem (März 2014) ist im Internet der Transport eines Schienentraktors Tm I Nr. 477 zu finden unter:igschieneschweiz.startbilder.de/ Hier ein link zur Frauenfels-Wil-Bahn im Jahr 1964: https://memobase.ch/de/object/srf-029-99ce4a6d-2ac5-4ecd-b3ec-766587683b35_01?term=wil%20sg&filter%5Baccess%5D%5B0%5D=Online&position=4












