Architekt - Maler - Dichter Der Umbau der Kirche St. Laurenzen in St.Gallen zur neugotischen Basilika (1849-1853) wurde nach den Plänen Müllers ausgeführt. Bei der Gesamtrestaurierung 1963-1979 wurde auch das Farben- und Dekorationssystem des Innern nach Müllers Skizzen nachvollzogen. Erbauer der Altlerchenfelder Kirche (1849-1851), der nach dem Stephansdom und der Votivkirche drittgrössten Kirche Wiens. Ein Meisterwerk ist der Entwurf der Fassade des Doms Santa Maria del Fiore in Florenz. Müller war zuletzt Professor für Baukunst an der K. und K. Ingenieur-Akademie in Wien. Adolf Reinle: "Der schöpferischste unter den Schweizer Neugotikern". Robert Schumann vertonte sein patriotisches Gedicht "Die ewige Burg" (Seht ihr die alte Feste...). Müller starb noch nicht 27-jährig in Wien, wo er im Zentralfriedhof ein Ehrengrab erhielt.
Johann Georg Müller war das sechste Kind von Johann Baptist Müller, dem Kreisammann von Mosnang. Dieser war 1833 nach Wil übersiedelt. Bekannt wurde er als Erbauer des Gasthauses zum Schöntal, das ursprünglich das Schützenhaus in Mosnang war. Später gründete Johann Baptist Müller die Buntweberei J.B. Müller, den ersten grossen Industriebetrieb in Wil. Später wurde daraus die Filzfabrik Wil.































