Wie bei vielen anderen Künstlern jener Zeit ist es vor allem Niklaus Wirts Werk, das überliefert ist. Das Geburtsdatum ist unbekannt, es ist lediglich bekannt, dass er 1585 gestorben ist. Ueber zwanzig Jahre ist sein Werk zu verfolgen, ist doch ein erster bedeutender Auftrag aus dem Jahr 1565 datiert. Niklaus Wirt war mit Katharina Rütti verheiratet und hatte vier Kinder. 1575 wurde er Mitglied des Grossen Rates in Wil. Sein Lebenswerk zeichnet sich durch grosse Einheitlichkeit aus. Er liebte bunte Gläser, auf die er mit Schwarzlot in kräftigen Strichen die Schmuckelemente aufmalte. Das auffallendste Merkmal ist seine sonderbar verschnörkelte Frakturschrift, und da ganz speziell die eigenartige, bei keinem anderen Glasmaler zu findende Schreibweise der Zahlen 1 und 5.
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Wirt, Niklaus (gest. um 1585)
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Quelle: wilnet.ch

