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Wiler Stadtweiher

Umwelt · Raum

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Zur Geschichte Der heutige Stadtweier ist mit grösster Wahrscheinlichkeit künstlich angelegt worden. Im Zusammenhang mit der Unteren Mühle, die in der Nähe stand, erscheint dies warhscheinlich. Eine geologische Tiefbohrung der Wiler Firma Progeo in der Nähe des ehemaligen Schützenhauses am Weier zeigte zuerste eine ungefähr 3 Meter dicke Lehmschicht, darunter dann wieder ungefähr 3 Meter Moränenablagerung, gefolgt von 6-9 Metern verwittertem Fels. Da keine Sand- oder ähnliche Ablagerungen vorhanden sind, ist der Schluss, dass der Stadtweier bewusst angelegt wurde, durchaus gestattet.

Um 1370 wird er wahrscheinlich auch erstmals urkundlich erwähnt, indem Frau Anna von Landenberg die Mühle in der niederen Vorstadt bei dem kleinen Weier samt Garten dem Kloste St. Gallen verkaufte.

Der obere Weier, die heutige Reitweise und das Gelände der Badi Weierwiese, wurde 1470 von Meister Hans Segmüller aus Frauenfeld im Auftrag von Abt Ulrich Rösch angelegt. Dies aufgrund des enormen Verbrauchs von Fischen an den vielen Fastentagen. Der Weierdamm sollte 100 Schuh Breite und 20 Schuh Höhe vom Wasser aus aufweisen. Als Entgelt erhielt Segmüller 600 rheinische Gulden, drei Saum Wein, vier Malter Hafer und sechs Karren Heu.

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Quelle: wilnet.ch