Im Südquartier erinnert die Fröbelstrasse an den Begründer der Kindergärten, Friedrich Fröbel. Er wurde am 21. April 1782 als Sohn eines Pfarrers in Oberweissbach in Thüringen geboren. In Frankfurt am Main lehrte er an der vom Pestalozzi-Schüler Gruner geleiteten Musterschule. 1805 reiste er für zwei Jahre nach Iferten (Yverdon) zu Pestalozzi selbst. Für die Schulen seiner Heimat entwarf er einen Unterrichtsplan. In Keilhau gründete er die "Deutsche Erziehungsanstalt". Seine Schüler beschäftigte er auch mit körperlicher Arbeit, die Kleinen mit Spielen. Als er der Anfeindungen überdrüssig war, reiste er in die Schweiz. Im Schloss Wartensee eröffnete er seine Anstalt, zwei Jahre später zog er ins Schloss Willisau. Dann wurde er Leiter der nach seinen Vorschlägen von der Berner Regierung errichteten Erziehungsanstalt in Burgdorf, die auch Kurse für Lehrer durchführte. Gesundheitliche Störungen bewogen ihn, nach Deutschland zurückzukehren, wo er den ersten Kindergarten gründete. 1850 entstand im Schloss Marienthal das erste Kindergärtnerinnenseminar. Fröbel hatte sich ganz der Kleinkindererziehung zugewandt, vor dem Lernen wollte er das Lernbedürfnis wecken. Nach seiner Lehre war das Göttliche im Menschen gut, die Erziehung durfte deshalb nachgehend und behütend sein, nicht vorschreibend, bestimmend und eingreifend. Der Mensch sollte sich seiner Altersstufe gemäss entwickeln. Friedrich Fröbel starb am 21. Juni 1852 in Marienthal.
Am 28. Juli 1905 wurde die entsprechende Strasse im Südquartier offiziell Fröbelstrasse genannt.

