Der Militärschützenverein Wil wurde 1869 gegründet. Seit 1895 hatte er eine eigene Schiessanlage in der nördlichen Thurau. Wall und Scheibenstand waren Eigentum der Politischen Gemeinde Wil. Das Schützenhaus, erbaut 1922 mit Schiessständen und Schützenstube, gehörte den Militärschützen. Diese Schiessanlage wurde 1948/50 erneuert und von 10 auf 15 Scheiben ausgebaut. 1959/60 erfolgten weitere Ausbauarbeiten (Signalanlage, Tiefblende). Gemäss dem St. Gallischen Kantonalschützenverein zählte der Militärschützenverein im Jahr 1965 696 Mitglieder, von denen 594 die Bundesübung auf 300 m absolvierten und 119 auf 50 Meter schossen. 1964 wurde vom eidgenössischen Schiessplatzexperten in einem Gutachten die Anlage als «sehr prekär» bezeichnet. 1966 erfolgte die Abstimmung über den Neubau einer Gemeinschafts-Schiessanlage in der Thurau für alle Wiler Schützenvereine, die angenommen und auch realisiert wurde.
Siehe dazu das ausführliche Abstimmungsgutachten vom 16. Oktober 1966 unter https://www.wilnet.ch/statistik/politik/Gemeindeabstimmungen 1961–1970.
Infolge Mitgliederschwund, Überalterung und fehlendem Nachwuchs wurde der Verein Ende 2009 aufgelöst.
Kontakt: Markus Stäheli, Buebenloostrasse 11, Wil Film über das Knabenschiessen 1962: https://www.srf.ch/play/tv/tagesschau-vor-25-jahren/video/knabenschiessen-wil?urn=urn%3Asrf%3Avideo%3A4e49d209-026f-448e-9c2f-30900f9c537a



