Arbeit & Wirtschaft

Soldatendenkmal in der Allee

125 Jahre Wil Tourismus · Arbeit & Wirtschaft

Wiederum ist es P. Truniger (nunmehr zum Kantonsrat und Oberstleutnant avanciert), der die Anregung macht, "für die an der Grippe verstorbenen Wehrmänner geeignetenorts Erinnerungszeichen anbringen zu lassen. Wil kommt als bedeutender Mobilmachungsplatz dafür in Frage" (Comité 4.9.1920). Für die Realisierung des Vorhabens hat sich ein Komitee gebildet aus Vertretern der Schützenvereine, des Unteroffiziersvereins und des VVW. Dieses ersucht die Wiler Vereine und die Bevölkerung um Spenden. Aus der Kasse will der VVW Fr. 50.- beitragen. Architekt P. Truniger anerbietet sich für die Ausarbeitung eines Entwurfs für ein Erinnerungsmal (Comité 4.9.1920). Später berichtet er über die kantonale Geldsammlung und deren Verwendung. Vorgesehen sind Gedenktafeln in St.Gallen mit einem Beitrag von Fr. 20'000.-. An die Mobilmachungsplätze Walenstadt und Wil gehen Beiträge von je Fr. 4'000.-, für Rapperswil sind Fr. 2'000.- vorgesehen. "In Wil nimmt man einen Gedenkstein mit Eintragung der 73 Namen im untern Teil der Allee in Aussicht." Dafür legt Truniger zwei Skizzen vor. Bildhauer Schoch unterbreitet eine Offerte für Fr. 3'800.- bis 3'900.-. Ein Vorschlag wird zur Ausführung gewählt (Vorstand 12.11.1920). An der HV vom 3.12.1920 wird von der bevorstehenden Errichtung des Soldatendenkmals berichtet, im unteren Teil der Allee an der oberen Bahnhofstrasse. Der Vorsitzende macht "die Mitteilung, dass die Kosten-Restanz gedeckt sei" (Comité 12.7.1922). "Durch ein Versehen der Controllführung bei der kantonalen Militärkanzlei ist ein Nachtrag eines Namens am Soldatendenkmal vorgesehen. Die Kosten gehen zu Lasten des VVW" (Comité 15.9.1922). Ueber die Besitzverhältnisse des Denkmals sind keinerlei Angaben verzeichnet.

(aus: 125 Jahre Wil Tourismus 2009)

Quelle: wilnet.ch