Die Nordostbahngesellschaft eröffnete 1847 die Linie Baden-Zürich und regte damit auch die Ostschweiz zum Anschluss an. Das Eisenbahngesetz vom Juli 1852 überliess die weiteren Bahnbauten weiterhin Privatgesellschaften. Die st. gallisch-appenzellische Bahngesellschaft gelangte auch an die Politische Gemeinde Wil mit dem Ansuchen, sich doch an der Bahnlinie Winterthur - Wil - Rorschach zu beteiligen. Das Gutachten des Gemeinderates an die ausserordentliche Gemeindeversammlung von Sonntag, 18. April 1852 schloss mit folgender Begründung und den Anträgen:
" Dass die Erstellung einer Eisenbahn von Wyl über St. Gallen nach Rorschach zum Zwecke der Unmöglichmachung einer ähnlichen Linie von Frauenfeld aus nach Romanshorn und zum Zwecke, den Kantonen St. Gallen und Appenzell ihre bestehenden Verkehrs- Gewerbs - und Industrieverhältnisse zu retten, gerade so gut für Wyl selbst eine Lebensfrage ist, als für die Kantone St. Gallen und Appenzell überhaupt dass speziell die Erhaltung des gegenwärtigen Verkehrs von Wyl, die Erhaltung seines Marktes, seiner Industrie, seiner Bevölkerung, seiner Verdienst- und Vermögensverhältnisse entscheidend davon abhängt, ob dasselbe an der Verkehrslinie bleibe. "
Anträge:
A: Die Politische Gemeinde solle für Fr. 30'000.-- Aktien zu zeichnen 1. unter den Bedingungen: Höchstens 1'000 Fuss von St. Peter sei der Bahnhof zu errichten (vorgesehen war das Lerchenfeld im Wilen) 2. dass zwischen hier und Oberuzwil kein Stationsgebäude errichtet wird.
Die Anträge wurde einstimmig angenommen und am 14. Oktober 1855 fuhr der erste Eisenbahnzug in Wil ein. Am 24. März 1856 wurde die ganze Linie festlich eröffnet.













