Die Vereinigten Kieswerke AG Wil, ein Unternehmen der "HCB Concreta AG" mit Sitz in Zürich, schenkten der Stadt Wil - als Zeichen der Dankbarkeit für die langjährige Zusammenarbeit - eine Betonskulptur mit der Bezeichnung "Welcome". Stadtammann Josef Hartmann hat für das 10 Tonnen schwere Kunstwerk auch einen passenden Platz: "Welcome" am Wiler Bahnhofplatz. Die offizielle Schenkung fand am Freitag, 4. September, statt.
Ein moderner Stein Die vom Zürcher Künstler Carlo Crameri geschaffene, ausdrucksstarke Skulptur symbolisiert die Begrüssung des Neuen. Die Realisation eines solchen Werkes mit dem Material Beton ist deshalb interessant, weil mit Beton ein zeitgemässer Werkstoff für ein zeitgemässes Kunstwerk Verwendung findet, Beton als "moderner Stein". Dies zeigt auch die Möglichkeiten von Beton in einer für das Publikum unüb-lichen, überraschenden Form. Die in Weissbeton produzierte Skulptur umfasst eine Länge von 6,45 Metern und eine Höhe von 2,60 Metern, dies bei einem Gewicht von über 10 Tonnen. Dargestellt ist ein Botenschiff, in dem vier identische Figuren sitzen, eine Hand zum Willkommensgruss für das Neue erhoben.
Bewegung Der Künstler Carlo Crameri zu seiner Skulptur "Welcome": "Die Botenschiffe bringen die Kunde, dass alles in Bewegung ist und bleibt. Sie fordern uns auf, diese Bewegung gedanklich mit zu vollziehen, Bewegung und Veränderung nicht als Bedrohung zu empfinden, sondern als evolutionäres Prinzip zu verstehen. Sie vermitteln die Botschaft der Begrüssung der Erneuerung mit einer Freude und Leichtigkeit, der man sich auf der unbewussten Ebene nicht entziehen kann."
Am Bahnhofplatz Gemäss Stadtammann Josef Hartmann eigne sich der Bahnhofplatz für das Werk "Welcome" wie kein anderer Ort in der Stadt. Die Begrüssung des Neuen finde hier auf dem Bahnhofplatz jeden Tag und fast zu jeder Zeit statt. Ob die Skulptur allerdings definitiv am jetzigen Standort bleibe, könne er noch nicht beantworten, erklärte er. Das Gemeindeparlament habe eine Motion betreffend "Öffentlichen Wettbewerb für die künstlerische Gestaltung des Bahnhofplatzes" für erheblich erklärt. Nach der Eröffnung des Stadtsaales im Oktober 1999 beabsichtige der Stadtrat, die Wettbewerbsgrundlagen für die definitive Gestaltung des Bahnhofplatzes - inklusive Allee und Aussengestaltung Stadtsaal - zu erarbeiten.
Unterstützung Es sei wertvoll - so der Stadtammann - wenn kulturelles Schaffen oder Kultur ganz allgemein von der Wirtschaft unterstützt werde. Die Kunst sei darauf angewiesen. Aber auch die öffentliche Hand stehe gegenüber der Kunst und der Kultur in der Pflicht und müsse Kulturförderung als Daueraufgabe verstehen.
In der Stadt Wil würden für verschiedenste Bereiche der Kulturförderung jährlich wiederkehrende Beiträge von rund 900000 Franken aufgewendet - ein Betrag, der mehr als einem Prozent der Gesamtausgaben entspreche.
VKW AG als regionale Koordination und Führung HCB ist die Schweizer Konzerngesellschaft des weltweit tätigen Baustoffkonzerns "Holderbank". Sie ist in der ganzen Schweiz in den Bereichen Zement, Transportbeton, Zuschlagstoff (Kies) und Betonchemie tätig. Die Beton- und Kiesaktivitäten in der deutschen Schweiz sind unter dem Dach von HCB Concreta (Zürich) zusammengefasst. In der Ostschweiz nimmt die VKW, die Vereinigten Kieswerke AG (Wil), die regionale Koordination und Führung wahr. Bei HCB und VKW wird Kunst grossgeschrieben, dies zeigen auch die sieben künstlerisch geschmückten, farbigen Beton-Transportfahrzeuge, die auf den Strassen der Ostschweiz als "Open-air-Galerie" verkehren.
(Wiler Jahrbuch, Wil 1998) Nachdem die Wiler Künstlergruppe OHM 41 die Figur in einer Aktion verhüllt hatte, wurde über den Standort nachgedacht.
Heute steht die Figur in am Kreisel in Rickenbach.
