Arbeit & Wirtschaft

Kulturland wird überbaut

Landwirtschaft · Arbeit & Wirtschaft

Innert 15 Jahren gingen in Wil 127 Hektaren Äcker, Wiesen und Weiden verloren, das heisst täglich 232 m2 Kulturland weniger Der Boden wird immer knapper. Was für das schweizerische Mittelland ganz allgemein zutrifft, zeigt sich ausgeprägt auch in Wil: Zwischen 1970 und 1985 sind hier nicht weniger als 127 Hektaren (1270000 m2) landwirtschaftliches Kulturland verlorengegangen. Dies entspricht nahezu einem Drittel des zuvor ausgewiesenen Bestandes oder genau einem Sechstel der Gemeindefläche von 762 Hektaren. Dort, wo Bauern früher Getreide, Obst, Gemüse und Heu geerntet oder ihre Kühe geweidet haben, stehen heute neue Wohn-, Schul-, Gewerbe- und Industriebauten, machen sich Strassen, Wege und Parkplätze, aber auch Sportanlagen, Spielplätze und Hausgärten breit.

Der schleichende Kulturlandverlust hat in letzter Zeit viele in Umweltfragen sensibler gewordene Leute hellhörig gemacht. Mit gutem Grund, denn der Boden ist ja nicht nur Anbaufläche für landwirtschaftliche Erzeugnisse, sondern erfüllt darüber hinaus noch manch andere wichtige Aufgaben für das Leben und Wohlbefinden von Menschen, Tieren und Pflanzen.

In der Schweiz wird mit jeder Sekunde ein Quadratmeter Land zubetoniert oder zuasphaltiert. In der Gemeinde Wil, so lässt sich anhand der Bodenstatistik des Schweizerischen Städteverbandes errechnen, sind es seit 1970 täglich durchschnittlich immerhin über 232 m2, die der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen werden. 53 m2 davon werden effektiv überbaut, weitere 29 m2 für Strassen, Wege, Plätze und Schienenerweiterungen beansprucht. ....

(Robert Stadler, in: d'Region 1/1987, der ganze ausführliche Artikel findet sich als Textfile)

Quelle: wilnet.ch