Kultur

Hilber, Werner - Jugendjahre / Wil

Bildende Kunst · Kultur

Werner Hilber wurde am 30. August 1900 in Wil im Kanton St. Gallen geboren. Seine Eltern führten an der Marktgasse 10, im Haus "Zum Pelikan" einen Laden mit Wäsche und Stoffen.

Er hatte vier Schwestern, Julie (1889-1912), Clara (1892-1981), Trudi (1896-1981), Wigi (1904-1996) und einen Bruder, den Kirchenmusiker Johann Baptist (1891-1973), genannt "Badi".

Im Elternhaus wurde viel musiziert, gesungen und gemalt, so schreibt Werner Hilber in seinen Aufzeichnungen. Schon früh zeigte sich beim jungen Werner künstlerisches Talent, das erste Selbstporträt entstand mit siebzehn Jahren; es zeigt ihn als ernsthaften und nachdenklichen jungen Mann. Er wurde dann, "sonst lieber der Malerei zugeneigt, der Bildhauerei eingegliedert" und machte eine Lehre als Holzbildhauer in der Firma Marmon & Blank, Altarbauerei, in Wil.

1921-22 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Zürich. In dieser Zeit entstand das Porträt der Schwester Wigi, ein kleiner, sehr fein ausgeführter, maskenartiger Kopf aus Holz.

In den Jahren 1922-24 musste er wegen eines Lungenleidens, einer Familienkrankheit, öfters zur Kur. Sein Vater, der eigentlich andere berufliche Pläne für seinen Sohn gehabt hatte, respektierte darauf seinen Wunsch, Künstler zu werden, und ermöglichte ihm das Studium in München und später in Paris.

(Werner Hilber-Stiftung Hrsg; Werner Hilber, 2000)

Bildarchiv (4)

Werner_Hilber_-_Haus_zum_Pelikan.jpgWerner_Hilber_-_Mutter.jpgWerner_Hilber_-_Vater.jpgWerner_Hilber_-_Selbstportraet_1917.jpg

Quelle: wilnet.ch