Eine Mühle vor dem unteren Tor (später Pankratiustor) ist Mitte des 13. Jh. urkundlich nachgewiesen, als sie aus dem Nachlass des Schultheissen Eberhard der Kirche zu Wil zufiel. 1907 Abbruch der alten Mühle und Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses. Architekt: Paul Truniger (1878-1946). Baumeister: Gebrüder Adolf und Julius Gessert, Wil. 1945 Ladenumbau, 1952 nördlicher Anbau. 1999-2002 Renovationen, Wiederherstellung der ursprünglichen Fassade.
Historismusbau mit bedeutenden Ausmassen und reicher Instrumentierung. Doppelhaus mit beachtlichem Stellenwert im Ortsbild. Verbindet als geschütztes Kulturobjekt die Obere Bahnhofstrasse städtebaulich mit der Altstadt.
Kräftig profilierte flache Kunststeinbögen bilden den Sockelbereich mit den Schaufenstern und Eingängen. Polygonaler Eckerker mit welscher Haube, der das Mansarddach durchbricht. Am Fassadenerker Jugendstilrelief mit Darstellung einer Mühle und Balkon mit gotisierender Masswerkbalustrade. Klebedach am Giebel und Teilwalmdach mit Heimatstilformen.





