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Schnetztor

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Das Schnetztor ermöglichte und gestattet auch heute noch den Eintritt in die Stadt hauptsächlich von der Ostseite her und gehört zu den ältesten befestigten Stadtportalen. Zwar sind von ihm und seiner nächsten Umgebung keine Kampfhandlungen bekannt, und solche fanden vielleicht auch nicht statt, da der früher viel steilere Anstieg, der Graben und das äbtische Hintergelände wie auch die innern für den Verteidiger günstigen Umstände eher davon abhielten. Das Tor ist schon 1415 unter den Ausgaben im Steuerbuch erwähnt. Zu dieser Zeit wohnte ein Meister Georg Schnätzer auf demselben. 1419 nahm wohl sein Sohn Wernher am Schützenfeste in Konstanz teil, wo ebenfalls ein Schnetztor vorhanden war. Ob nun der Name unserer Stadtpforte diesem Umstande beizuschreiben ist, bleibt ungewiss. Im gleichen Jahre wird auch ein Lohn für Arbeit auf dem neuen Oberstadttor genannt. Immerhin ist zu bemerken, dass später in der obern Vorstadt ein Wegelin- und in der untern Vorstadt ein Isenringtor erscheinen. Meistens aber wird das Schnetztor als inneres, oberes Tor bezeichnet, entsprechend dem untern innern und äusseren Tore. Auch die blosse Bezeichnung "Obertor" dürfte ihm gelten. Mit dem Bau der Vorstadt und deren Befestigung verlor das innere Tor an Bedeutung, blieb aber immer noch eine günstige Bastion für allfällig letzte Verteidigung.

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Quelle: wilnet.ch