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Hof - Das 16. Jahrhundert

Häuser · Raum

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Die Renaissance hält Einzug Während die Stadt St.Gallen evangelisch wird, erlebt Wil zur Reformationszeit zwar einen Bildersturm, doch bleibt die alte Konfession erhalten. Der im Exil gewählte Abt Diethelm Blarer hält in Wil feierlich Einzug und festigt vom Hof aus seine Macht. 1540 errichtet er hinter dem Hofgebäude für das Gesinde einen Neubau mit einer Kapelle und einer Wirt¬schaft, das Haus Zum Roten Gatter. Unter den Wiler Äbten Otmar Kunz und Joachim Opser beginnt im Hof eine rege Bautätigkeit, welche der Statthalter Pater Joachim Waldmann koor¬diniert und die den Hof in eine Renaissance-Residenz verwandelt. Prunksäle, Repräsenta¬tionsräume und Wohnzimmer werden mit bemalten Sandsteingewänden, Wappenschil¬dern, Fenstersäulen, Dekorationsmalereien und bemalten Balkendecken und wohl auch mit dem entsprechenden Mobiliar ausgestattet. Besonders hervorzuheben ist die Täferstube Joachim Opsers, die aus einem intarsierten Renaissancetäfer mit Kassettendecke besteht (das Täfer befindet sich heute im Historischen Museum St.Gallen). Der Hof strahlt Kunstsinn, Üppigkeit und Machtentfaltung aus.

Quelle: wilnet.ch