Wil erlebt wirtschaftlichen Aufschwung 1301 schliessen das mächtige Haus Habsburg und die Abtei St.Gallen Frieden. Das Städtchen Schwarzenbach wird aufgegeben und zerstört, das wieder aufgebaute Wil hingegen erblüht. Zwei Tore, das Obertor (später Schnetztor) und das Untertor (später Schneckentor), sichern die Stadt, die schnell nach Osten (obere Vorstadt] und nach Süden (untere Vorstadt) über die Stadtmauern hinauswächst. Der Hof, damals bestehend aus einem Turm, einem Palas und einem engen Hof, ist wohl die einzige Steinbaute der Stadt. Während der Hof trutzig die Stadt beherrscht, zerfällt die Macht des Abtes mit gleichzeitig abnehmender klösterlicher Zucht. Die Bürgerschaft erstarkt. Schultheiss und Rat treten selbstbewusster auf, verlangen Marktrechte und Zölle. Handwerk und Gewerbe blühen auf. 1379 tritt die aufstrebende, wirtschaftlich starke Stadt in den «Schwäbischen Städtebund» ein.