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Heilig-Geist-Spital

Häuser · Raum

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Heiliggeist-Spitäler entstanden im 13. Jahrhundert in deutschen Städten nach dem Gedanken von Papst Innozenz III., der in Sassia ein Hospiz vom hl. Geist gründete. Die Spitäler waren im Hochmittelalter weniger Krankenhäuser im modernen Sinn als vielmehr soziale Einrichtungen der städtischen Wohlfahrtspflege für alle Menschen, die in Not geraten und der Pflege oder Sorge bedurften.

Zum erstenmal erwähnt eine Wiler Urkunde 1353 eine Herberge für Arme und Kranke an der Mittelgasse. 1416 wird das Armleutehaus nach dem Vorbild von Konstanz zu einem ewigen Spital umgewandelt, das von Abt und Bürgern eine eigene Ordnung erhielt. Der Konstanzer Bischof Otto III. von Hachberg, zu dessen Bistum Wil gehörte, stattet es wie andere Spitäler mit den Rechten eines heiligen Hauses aus. Das Spital erhält Grundeigentum und ist gegenüber dem Gotteshaus St. Gallen und der Stadt Wil von allen Steuerlasten und Abgaben befreit. Es wird zur eigenrechtlichen geistlichen Stiftung, der ein Ratsmitglied, der Spitalpfleger, vorsteht (Ruckstuhl, Benno; Die Altstadt von Wil, Wil 1998) .

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Quelle: wilnet.ch