Der Laubeneinbau am Haus zur Taube ist eine Neuschöpfung von 1968. Die "Taube" jedoch geht auf einen Bau des 16. Jahrhunderts zurück und ist übrigens eine der ganz wenigen Steinbauten der Wiler Altstadt. Weil nahe Steinbrüche fehlten, dominieren hier Fachwerkbauten. Massiv gebaute Häuser verraten in der Regel wohlhabende Bauherren. Dies beweisen an diesem Haus auch die drei gotischen Staffelfenster im ersten Obergeschoss, einer Beletage mit feiner Ausstattung. Beim Nachbarhaus beginnen die Lauben der Marktgasse.
(Ruckstuhl, Benno; Die Altstadt von Wil, Wil 1998)