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Haus zum Guetschick, Weierstrasse Nr. 3

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Das alte Wil kannte nur wenige Gebäude ausserhalb der Stadtanlage. Zu ihnen gehörte auch das Haus zum Guetschick an der "Weierstrasse". Der alte Stadtplan zeigt uns den schmalen Bau als Eckpfeiler eines der Stadtanlage vorgelagerten Mauerzuges mit dem unteren Weihertor. Name, Ursprung und Geschichte des "Guetschick" sind nach bisher bekannten Quellen schwer zu deuten.

Die Ausstattung des 1972 sorgfältig restaurierten Baus mit einem grossen Saal mit prächtiger, nach Originalresten des 17. Jahrhunderts nachgebildeter Stuckdecke lässt einen ehemaligen Edelsitz vermuten. Vielleicht war der "Guetschick" ein Nebengebäude des nahen Steinhauses, vielleicht ein Hinterhaus eines Wohnsitzes in der Stadt. Ein noch bestehender unterirdischer Gang zum Haus zum Pelikan (Marktgasse 10) könnte ein Fluchtweg in die sichere Stadt gewesen sein. Wir wissen von verschiedenen Städten, dass zur Verstärkung ihrer Wehrhaftigkeit Ritter (Ministerialen) angesiedelt wurden, die sich in vornehmen Sitzen entlang der Stadtmauern und häufig in der Nähe der Tore ansiedelten. Steinhaus und "Guetschick" können solche Edelsitze gewesen sein.

Die Schwertstiege führt uns zurück in die Oberstadt, wo wir das Haus zum Schwert nach links verlassen.

(Ruckstuhl, Benno; Die Altstadt von Wil, Wil 1998)

Bildarchiv (2)

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Quelle: wilnet.ch