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Haus Frohsinn

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1805 belegen erste Dokumente über das Haus zur "Engelburg" Oberamtmann Franz Ledergerber als Eigentümer. Bewohner 1813 war Pater Martin Gresser (1783-1834), Stiftsbibliothekar der Abtei St.Gallen, nach der Klosteraufhebung zuletzt Pfarrer in St.Gallen, bis 1812 St.Galler Erziehungsrat. 1841 wird Kantonsrichter Johann Baptist Müller, der als Gemeindammann (früher Kreisammann) von Mosnang 1833 nach Wil übersiedelte, Besitzer und nennt das Haus "Frohsinn".

1844 schafft der Architekt Johann Georg Müller (1822-1849), Sohn des Besitzers, eine Deckenmalerei im Salon des 1. OG. (Auf ihn weist eine Gedenktafel neben dem Eingang). 1938 wird von Dr. Friedrich Ruckstuhl im Parterre eine Arztpraxis eingerichtet (Ruckstuhl-Wappen am flachbogigen Eingangs-portal). Seine Ehefrau Lotti Ruckstuhl-Thalmessinger (1901-1988), promovierte Juristin, war u.a. Zentralpräsidentin des Schweiz. Verbandes für Frauenstimmrecht und Vertreterin der International Alliance of Women im Europarat. Klassizistischer Baukubus unter Satteldach mit Quergiebel. Flachbogiges Eingangsportal, im Schlussstein datiert 1811. Gurtgesims im ersten Stockwerk. Quadrierte Eckpilaster. Fenstergitter im Parterre seit 1938. Das eng zusammengebaute Hinterhaus ist mit dem Hauptgebäude durch eine Passerelle verbunden. Geschütztes Kulturobjekt.

Quelle: wilnet.ch