Arbeit & Wirtschaft

Restaurant zum "Bund"

Gastgewerbe · Arbeit & Wirtschaft

Am Eingang zur heutigen Dufourstrasse stand um 1889 eine alte Remise, und rundherum war offenes Bauland, das Josef Niklaus Senn gehörte. Damals hiess die Weiherstrasse noch "Schützenstrasse". Wer sich heute von der Oberen Bahnhofstrasse an der Kantonalbank vorbei zum Stadtweiher begibt, kommt am Haus "Zum Bund" vorbei, wo die Firma Fridolin Wick ihr Domizil hat. Im Jahr 1900 nun erbaute Alois Brunschwiler, Pferdehändler aus Sirnach, den "Bund", dem bald darauf das "Dufour", die "Victoria", die "Alpenrose" und der "Bronschhoferhof" an der Dufourstrasse folgten.

Am 13. Januar 1901 eröffnete Alois Brunschwiler-Wirth das neu errichtete Restaurant "Zum Bund". Im Eröffnungsinserat war es nicht nur sein "eifrigstes Bestreben", seine "werten Gäste durch reelle Getränke und gute Küche bedienen zu wollen", nein, er bot mehr. Seine "neu eingerichtete Fuhrhalterei und Lohnkutscherei" empfahl er seinem Publikum "zur gefälligen Benutzung bei Festanlässen, Hochzeiten und Taufen etc." sowie "den Herren Geschäftsreisenden, gute und prompte Bedienung zusichernd". Den "Herren Pferdebesitzern" empfahl er zugleich seine geräumigen Stallungen.

Die Wirtschaft fiel nie besonders auf, war aber für den obligaten "Sonntagsjass" recht gemütlich und bekannt. Im Dezember 1957 wurde der Wirtschaftsbetrieb aufgehoben.

(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)

Bildarchiv (2)

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Quelle: wilnet.ch