Eingangs der Oberen Vorstadt präsentiert sich dem Besucher die Wirtschaft zum "Steinhof", ein recht stattlicher Bau. Bis fast ans Gebäude hin reichen die Reste der alten Wiler Stadtmauer. Vor 1833 sicherte an dieser Stelle das Äussere- oder Kapuziner-Tor den Zugang zur Stadt, bis es im Zuge der Strassenkorrektion abgebrochen wurde.
Der "Steinhof", ehemals mit Pferdestallungen versehen, heute mit einem hübschen Gastgarten, wird erstmals 1878 erwähnt, als die Erben Georg Niklaus Gröglis das Wohnhaus - noch keine Wirtschaft - an Johann Notker Eberle verkauften. Zur Wirtschaft wurde das Gebäude erst im November 1905 durch Albert Ruckstuhl aus Braunau gemacht. Der "Steinhof" muss früher ganz im Schatten des "Pfauen" gestanden haben, der beinah täglich Unterhaltung bot, während im "Steinhof" eine eher ruhige Atmosphäre vor-herrschte. Dies zeigt sich u.a. darin, dass ununterbrochen von 1929 bis 1964 die Familie Allenspach die Gäste bediente.
Momentan werden im "Steinhof" Wiener Spezialitäten angeboten.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)


