Arbeit & Wirtschaft

Restaurant "Stammbaum"

Gastgewerbe · Arbeit & Wirtschaft

Erstmals wird der "Stammbaum" 1825 in einem städtischen Verzeichnis erwähnt. Wirt Ignatz Rütti hatte dabei die Getränke-abgaben zu entrichten. Eingangs des ehemaligen Rickenbachertores in der unteren Vorstadt erblickte der Besucher so zuerst den "Stammbaum", daneben den "roten Ochsen" und links den "Löwen".

1851 verkaufte Ignatz Rütti, der zugleich auch Besitzer der "Sonne" war, den "Stammbaum" an Hafner David Rütti für 3'000 Gulden. Nach dessen Ableben übernahmen die Geschwister den Betrieb und sorgten von Beginn an für Abendunterhaltungen. Nachbarn und Gönner wurden - besonders auch zur Fastnachtszeit - herzlich dazu eingeladen. 1875 war im "Stammbaum" ein Coiffeurgeschäft untergebracht. Im "Wyler Anzeiger" wurde damals ein "Rasier-Gehülfe" gesucht, der bei gutem Lohn für längere Zeit Anstellung im "Stammbaum" fände. Im Juli 1886 wurde aus der Pinte eine Speisewirtschaft. Ältere Generationen erinnern sich noch an die Küferei, die 1893 vom "Stammbaumwirt" Johann Müller, Sohn, eingerichtet wurde.

Seit bald 20 Jahren ist nun die Wirtin Berta Ryhner um ihre treuen Stammgäste bemüht.

(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)

Bildarchiv (10)

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Quelle: wilnet.ch