Bei den "Vogelhütten", dem heutigen "Vogelherd" am Hofberg, muss schon seit langer Zeit ein kleiner Stadel, eben ein "Städeli" gestanden haben, denn als 1869 Andreas Enz das Grundstück an Adam Hüsler verkaufte, war bereits von einem bestehenden "Städeli" die Rede.
Als Wirtschaft taucht das "Städeli" erstmals 1910 auf, als Hermann Pfister, der früher den "Sonnenberg" führte, die Sommerwirtschaft eröffnete. Mit schönem Garten und einer ausgezeichneten Fernsicht war das "Städeli" recht bald ein beliebtes Ausflugsziel. Anfänglich war ein grosser Wirtewechsel zu verzeichen, der vor allem dadurch verursacht wurde, dass nur Saisonpatente abgegeben wurden. Stand früher die Wirtschaft noch allein, beinahe einsam in der Landschaft, ist sie heute von Einfamilienhäusern umgeben und entwickelt sich langsam zum Quartierrestaurant.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989) Vor ein paar Jahren wurde das Städeli abgebrochen, an seiner Stelle steht ein Wohnhaus.

