Wil dehnte sich im Verlaufe der Zeit nach allen Richtungen aus. Den Mittelpunkt bildete die Altstadt, der sich die "Untere" und "Obere" Vorstadt zugesellten. Die Konstanzerstrasse bildet dabei das konstruktive Element der Obervorstadt. Es verwundert deshalb nicht, dass an dieser belebten Strasse einige Wirtschaften entstanden. Gegenüber dem "Pfauen", im Spitz zwischen der Konstanzerstrasse und der Neulandenstrasse verkaufte anno 1872 Gallus Pankraz Wick sein Haus an Jakob Kuhn. Dieser richtete darin die Wirtschaft "Zum Scheidweg" ein.
Rasch etablierte sich die Wirtschaft und war bald beliebt, vor allem bei den Jassern, die dort in guter Gesellschaft waren.
Leider ist in diesem sympathischen Holzbau seit 1980 das "Nichtspieler - Maul halten!" gänzlich verstummt, die Wirtschaft aufgehoben.
Die Liegenschaft "Scheidweg" fiel schliesslich einem Brand zum Opfer.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)


