Auch am Rand von Wil entstanden einige Gaststätten. Im Breitenloo eröffnete Johann Hegelbach, seines Zeichens Maler, im Jahr 1884 die Speisewirtschaft "Zum grünen Baum". Doch bereits fünf Jahre später erlosch das Patent infolge Konkurs des Inhabers. Ein neuer Anlauf wurde im Jahr 1893 unternommen. Irgendwie scheint jedoch der Name nicht eingeschlagen zu haben. Ein neuer Wirt versuchte es mit einem Namenswechsel, aus dem "Grünen Baum" wurde anno 1896 ein "Gemsle". Doch auch dieser Name fand beim Publikum keinen grossen Wiederhall, bereits 1899 folgte der Wechsel zur "Nachtigall". Der Wirt, Metzger Heinrich Strassmann, scheint eine poetische Ader gehabt zu haben, wie die Reime in seiner Eröffnungsanzeige vom B. Januar 1899 belegen. Doch Poesie allein genügt nicht, die Kundschaft liebt eher handfeste Tone. So wurde aus der "Nachtigall" im April 1904 das "Rosenheim", ein Name, der der Wirtschaft bis zum Ende 1956 erhalten blieb.
Mittlerweile gibt es das "Rosenheim" nicht mehr.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)