An der Stelle, wo das ehemalige Restaurant mit Metzgerei zur "Neubrücke" stand, erhebt sich seit 1958 der für damalige Verhältnisse recht modern wirkenden Bau des Warenhauses Jelmoli. Bevor das bekannte Geschäft in Wil einzog, verursachte es nicht wenig Aufregung betreffend der Wahl eines geeigneten Standortes. In Betracht gezogen wurde ursprünglich die Oberstadt, speziell der Hofplatz. Wie es auch immer gewesen sein mag, der "Jelmoli" zog an die "Prachtstrasse der Ostschweiz", wie die obere Bahnhofstrasse ihrer vornehmen Breite wegen genannt wurde. Ein Geschäftsinhaber, dessen Kaufhaus ganz in der Nähe liegt, äusserte sich freudig darüber: "Der Jelmoli zieht doch Menschen an wie Honig die Fliegen - ich könnte jubilieren!" Er sollte in der Tat recht behalten.
Kurze Zeit nach Eröffnung des Warenhauses wurde, als Ersatz für die abgebrochene "Neubrücke", an der Nordecke des Hauses eine Imbissecke eingerichtet. Nachdem die üblichen Anlaufschwierigkeiten überwunden waren, hat sich das Restaurant "Molino" gut in das Wiler Wirtschaftsleben eingefügt.
Das "Molino" fiel einer Umnutzung des Gebäudes zum Opfer.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)







