Eine erste Erwähnung der "Ilge" findet sich in einem Inserat aus dem Jahr 1873. Dabei fungiert das Lokal als "Band-, Faden-, Wollen- und Baumwollen-Waaren Handlung". Der Eigentümer Johann Hug erweiterte dabei sein Angebot um die Artikel des "Consum-Verein St. Gallen". Vom Java-Kaffee über Ulmer-Gerste, "Waschkrystall in Paketen" bis zu amerikanischen geräuchten Zungen reichte die Palette. Die "Ilge" war damit auch der erste Konsum in Wil.
Als Wirtschaft wird sie erst um die Jahrhundertwende erwähnt, genau im Jahr 1907. Heute hat sich der Verkehr am "Ilgenplatz" sehr stark entwickelt, doch noch immer lockt die "Ilge" mit einer schönen, schattigen Gartenwirtschaft. Trotz der relativ vielen Wirtewechsel geniesst die Wirtschaft einen guten Ruf, der vor allem in der längeren Ara der "Sutters" begründet wurde. Zur Fastnachtszeit gehört die "Ilge" alle Jahre wieder zu den Hochburgen des närrischen Treibens in Wil. Seit Februar 1988 ist das Restaurant geschlossen, aber eine Wiedereröffnung ist in Erwägung gezogen.
Heute läuft die ehemalige "Ilge" unter "Piano Bar".
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)






