In der Freudenau, etwas vor den Toren Wils, konnte sich der Spaziergänger im Sommer in der Gartenwirtschaft der "Freudenau" erlaben. Ein Patent bestand schon seit 1834, ab 1897 wurde die Wirtschaft als eigentliches Speiserestaurant geführt. Die Familie von Johann Josef Wick wirtete von 1878 bis 1902 auf der "Freudenau", ehe die Liegenschaft am 20. Oktober 1902 zur Versteigerung gelangte. Der ganze Besitz umfasste, neben Wohnhaus, Wirtschaft und Garten, auch grosse Parzellen Wiesland im Wylfeld, am unteren und oberen Galgenrain, in der Thurau, dazu Wald im Buchenrain von Jonschwil, in der untern "Löör" von Henau und im "Fetz" in der Gemeinde Kirchberg. Bezeichnungen wie "Schloss-wiese in der Thurau", "Wiedenwiese" oder "Wylfeldacker" tauchen als Flurnamen auf. Der ganze Besitz war wohl eher eine "landwirtschaftliche Liegenschaft mit Wirtschaft" denn eine "Wirtschaft mit Umschwung". Im Jahr 1965 ging die "Freudenau" ein und wurde am 1. Januar 1966 von der Politischen Gemeinde Wil erworben, nachdem bereits im Jahre 1956 die Kläranlage "Freudenau" feierlich ihrer Bestimmung übergeben wurde.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)