Arbeit & Wirtschaft

Restaurant "Falkenburg"

Gastgewerbe · Arbeit & Wirtschaft

In der Wiler Altstadt ist eine ganze Reihe von älteren Gaststätten zu finden. An der Kirchgasse 73, hinter einer schönen Rokokotüre, verbirgt sich die "Falkenburg". Der Türbogen trägt als Renovationsdatum das Jahr 1797, was auf eine noch ältere Bausubstanz schliessen lässt. Die "Falkenburg" oder das "Heilige Grab", wie sie auch genannt wird, gehört damit zu den ältesten, heute noch geführten Gaststuben Wils.

Das "Weinstübli zur Falkenburg" machte seinem Namen alle Ehre; waren doch edle Tropfen aus dem Bordeaux, dem Veltlin und aus Malaga erhältlich, ebenso wie Magenbitter, Rum, Cognac, Kirsch-, Zwetschgen- und Tresterwasser, Hefebranntwein, Nusswasser, Zitronenlikör, Änis, Doppelkümmel, Enzian, Melissen, Lebensessenz. Daneben war ein reiches Angebot an Kölnisch Wasser, Essöl, Weinessig vorhanden, aber auch Zitronen, Datteln, Feigen, Rosinen, Birnen, Kirschen, Wachholderbeeren und Bienenhonig wurden verkauft. Das "Weinstübli" glich eher einem Wein-, Spirituosen- und Früchteladen denn einer Wirtschaft. Besonders Wirt Johann Karrer pflegte in den 90er-Jahren des 19. Jahrhunderts das reichhaltige Sortiment, welches laufend erweitert wurde. 1881 zum Beispiel wurde "Medizinal-Tokayer" aus direktem Bezug ins Programm aufgenommen.

Seit 1943 nun wirten die "Forsters" auf der "Falkenburg". Josy Forster führt seit 1964 die Wirtschaft. Zu ihrem 70. Geburtstag veranstaltete die rüstige Jubilarin sogar noch ein "echtes Jungfrauentreffen"!

(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989) https://falkenburg-wil.ch/

Bildarchiv (9)

Weinstube_Zur_Falkenburg.jpgFalkenburg-Inserat-23-12-1887-WZ.jpgFalkenburg-WN-24-09-1998.jpgFalkenburg-WZ-18-09-1998.jpgFalkenburg-NWT-26-08-1989.jpgFalkenburg-WN-11-06-1992.jpgFalkenburg-WZ-21-04-1994.jpgFalkenburg-NWT-21-04-1994.jpgFalkenburg-WZ-21-09-1995.jpg

Quelle: wilnet.ch