Strassenverkehr und Wirtschaften gehen vielfach zusammen, an den Hauptverkehrswegen finden sich meist viele Raststätten. An der damals noch weitgehend unverbauten Bronschhoferstrasse erwarb Architekt Adolf Gessert im Jahr 1901 Bauland von Sebastian Picard aus Konstanz. Darauf baute er die Speisewirtschaft "Bronschhoferhof", die im Zuge der regelrechten "Eröffnungswelle" um die Jahrhundertwende im Jahr 1902 eingeweiht wurde. Am 20. Oktober 1903 übernahm Wilhelm Wäckerlin die neueingerichtete Speisewirtschaft und empfahl sich ab 1. November 1903 seiner geehrten Kundschaft. Wie bei vielen anderen kleinen Wirtschaften ist die Geschichte des "Bronschhoferhofs" geprägt von vielen Wirtswechseln.
Als im Jahr 1915 der Wirt Eugen Fasser nach Friedrichshafen zog, erlosch das Patent. Erst im Oktober desselben Jahres wurde wieder ein Jahrespatent ausgestellt, das immer wieder erneuert werden musste. Seit 1938 waren beinahe immer "Stüchelis" auf dem "Bronschhoferhof", bis am 3. Oktober 1983 das Wirtepatent auslief und von Amtes wegen gelöscht wurde. Nach einer Umbauphase eröffnete anfangs 1987 ein Druck- und Kopierzentrum im ehemaligen "Bronschhoferhof".
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)


