An der noch weitgehend unverbauten Landstrasse nach Winterthur entstand um die Jahrhundertwende ein typisches "Wilerhaus", wie sie auch an der Konstanzerstrasse, der Mattstrasse, der Toggenburgerstrasse oder der Säntisstrasse gebaut wurden. Im Wohnhaus richtete 1924 Frau Bertha Fust das alkoholfreie Café "Fust" ein. Nur vier Jahre lang betreute sie die Kundschaft, bis am 20. Januar 1928 Gustav Hässig das Café übernahm. Dieser gliederte dem Betrieb eine Bäckerei an. Das Café "Hässig", wie es nun hiess, blieb bis 1964 im Besitz der Familie.
Dann übernahm Ernst Schneebeli den Betrieb. Der sehr engen Raumverhältnisse wegen wurde nur die Bäckerei weiter geführt, das Café blieb geschlossen. Nach einer gründlichen Innen- und Aussenrenovation in den Jahren 1975/76 konnte im Frühling 1976 in erweitertem Rahmen das alkoholfreie Café "Schneebeli" wieder eröffnet werden.
Die Zürcherstrasse, als "Ausläufer" der Oberen Bahnhofstrasse, ist keine typische Geschäftsstrasse, umso verdienstvoller ist es, sich dort eine Existenz aufgebaut zu haben. So darf sich 1989 - der Tüchtige setzt sich durch - Ernst Schneebeli auf sein 25jähriges Geschäftsjubiläum freuen.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)

