Bis 1833 war der alte Kirchweg nach St. Peter durch das "Kuonzentor" gesichert. Heute noch ist am Haus Friedtalweg 5 der Maueranstoss sichtbar. Die Liegenschaft war bis 1856 im Besitz von Jakob Joseph Merk, der sie für Fr. 5'800.- an Anton Dietrich aus dem Fürstentum Hohenzollern verkaufte. Im Jahre 1872 übernahm Bierbrauer Carl Mayer den währschaften Eckbau mit den mittelalterlich anmutenden Türen und Fenstern an der Nordseite. Am 12. April 1872 eröffnete Mayer darin die Speisewirtschaft "Zum Schweizerhaus". Um den Gästen auch einen rechten Trank offerieren zu können, installierte er eine gut eingerichtete Dampf-Brauerei. Doch, ohne Eis kein Bier. So entstanden 1873 der Eiskeller an der Scheibenbergstrasse und eingangs des Lärchenweges im Nieselbergwald ein Felsenkeller, wo jeweils der frische Anstich des "Felsenkeller"-Bieres stattfand. Als Gegenstück zum "Bürgertrunk" lud Carl Mayer am "Gümpeli-Mittwoch" die Schamauchen in seine Bierbrauerei "Zum Schweizerhaus" zum Schamauchen-Essen, das aus Schweinsrippli mit Kraut bestand.
1883 übernahm Josef Wanner, ein echter Bayer und bestandener Bierbrauer die Wirtschaft samt Brauerei. Durch sein vorzügliches, nach Münchner Art gebrautes Bier war er bald weit bekannt. An Ausstellungen in Gent (1899) und München (1900) heimste er Diplome und Auszeichnungen für sein Gebräu ein. Auch er lud, als Nicht-Ortsbürger, die Schamäuche zum traditionellen Essen während der Fastnachtszeit. 1910 erbaute Wanner auf der Bleichewiese eine neue Brauerei, die bereits 1919 von der Aktienbrauerei Zürich, später der Löwenbräu Zürich, erworben wurde. Im Jahr 1901 war Wanner u.a. für das gesamte Büffet im Zirkus Knie auf dem Bleicheplatz verantwortlich. Als der tüchtige Wirt und Braumeiste' starb, übernahm seine Witwe 1913 den Betrieb. Am 1. Juli 1928 wurde die Wirtschaft aufgehoben.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989) Heute befindet sich das Optikergeschäft Dudli im ehemaligen "Schweizerhaus".

