Geschichte

Ersterwähnung Wil um 754

Bis 12. Jahrhundert · Geschichte

Am 6. August des Jahres 754 schenkte Rothpald, ein reicher Grundbesitzer im Thurgau, all sein Gut im Dorf Rickenbach, sowie zu Wil und Züberwangen, zu Wangen, Dussnang, Schlatt, Butzenberg und Wenzikon an Othmar, den ersten Abt des Klosters St. Gallen. Allerdings ist es auch heute noch nicht hundertprozentig eindeutig geklärt, ob das damals genannte "Wila" identisch mit dem heutigen Wil ist.

Es ist eher wahrscheinlich, dass es sich um ein Dorf in der Ebene zwischen der Kirche St. Peter im Westen und der sogenannten Altstatt im Osten gehandelt hat, während die Stadt Wil vermutlich erst um 1300 von den Grafen von Toggenburg auf dem Hügel über diesem Dorf gebaut wurde. Gegenstand der Schenkung Rotbalds war höchst wahrscheinlich nicht der ganze Ort, sondern nur der dem Stifter zugehörige Besitz.

Urkunde, ausgestellt in Henau am 6. August 754:

Domno sancto in Christo venerabile vir patri Autmaro abbati Durgauginsi seo de monasterio sancti Galloni. Ego Rothpaldus donamus ad monastirio vestrum pro mercede anime me facultaticula mea recibere deberetis post discessum meum; dono vobis dona- tumque in perpertuo ut permaneat esse volo, hoc est in pago Duregaugensi, in villa, qui dicitur Richinbach, et in Wila et in Zibroneswanga et in Wangas et in Tuzzinwang et in Schlatte et in Puzzinberch et in Wanzincovo, quicquid in istas villas visus sum abere picuniis, mancippiis, casas, caslis, campis, pratis, silvis, aquis aquarumque decursibus, ....

(Transkription aus dem Urkundenbuch der Abtei Sanct Gallen, Theil 1, Zürich 1863.)

Bildarchiv (3)

Urkunde_754_Ausschnitt__mit_Hervorhebung.jpgUrkunde_754_Rothpald_frei_rot.jpgWila-ist-wahrscheinlich-Wil-WZ-11-03-2004.JPG

Quelle: wilnet.ch