Geschichte

Die Urkunde von 1348

14. Jahrhundert · Geschichte

König Karl gibt den Bürgern der Stadt Wil das Recht, dass sie nicht vor fremde Gerichte gezogen werden dürfen, Nürnberg, 15. Februar 1348 Wir Karl, von Gots gnaden Römischer Kung, zü allen Ziten Merer des Richs und Kung zü Beheim, verjehen und tuon kunt offenlich mit disem Brief allen den, di in sehent, horent oder lesent, daz wir angesehen haben getreuvin, willigen und steten Dinst, den uns und dem Reiche der erwirdige Herman, Abt zu Sant Gallen, unser liber Furste, offte unvordrozzenlich getan hat und noch tuon sol und mag in kumftigen Ziten. Darumb geben wir und verlihen von unserm kunglichen Gewalt und von besundern Genaden sinen Burgern der Stat zuo Wil sulche gnade, daz si nimant andirswo in dhein Geriht laden noch beclagen mage noch sol umb dheinerlei Sache, im wurde dann des ersten von dem Schultheissen und fur dem Gerihte zuo Wil Reht versagit; mit urchund dis Briefes, der geben ist zü Nurnberch, dar man zal noch Cristes Geburt dreuzenhundert Jar, in dem aht und vierzigesten Jahre, an dem nehsten Fritag nach Sant Valentins Tag, in dem andern Jahre unserr Riche.

(Stadtarchiv Wil, Urkunde Nr. 2).

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Quelle: wilnet.ch