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Gemslibrunnen

Brunnen · Raum

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Im Zusammenhang mit der Neuererrichtung des Brunnens beim Steinhof wurde auch über den Brunnen bei Wagner Othmar Bossart in der Nähe des ehemaligen "Siechenhauses" bei der Rudenzburg diskutiert. Am 14. September 1862 wurde das Geschäft an der Bürger-versammlung wie folgt protokolliert: "Nachdem seit mehrern Jahren der Grundsatz ausgesprochen worden, die sämtlichen hölzernen Brunnen durch steinerne zu ersetzen, um die fortwährenden bedeutenden Reparaturkosten an den erstern nach und nach abzuwälzen und nach diesem Grundsatze nun in der Gemeinde bereits die Ersetzung der Mehrzahl der hölzernen Brunnen durch steinerne stattgefunden hat, zeigt sich neuerdings, dass der hölzerne Brunnen bei Wagner Bossart und derjenige bei dem Hause von Färber Schär ebenfalls so defekt sind, dass eine Reparatur derselben unmöglich ist und im Falle eine solche vorgenommen werden wollte, die Kosten derselben wirklich den Titel "Verschwendung" verdienten. Der Gemeinderath stellt daher in Betracht: 1. dass die Erstellung neuer Brunnen bei Wagner Bossart und beim Hause von Färber Schär zur dringenden Nothwendigkeit geworden; 2. dass es am zweckmässigsten erscheint, die bisherigen hölzernen Brunnen durch steinerne zu ersetzen und hiefür Würenloser Steine zu verwenden, da bis jetzt dieselben sich für diesen Zweck als die dauerhaftesten erwiesen; 3. dass nach vorläufiger Berechnung beid Brunnen, jeder ca. 9 bis 10 Fuss lang, 5 bis 6 Fuss breit und 2 bis 3 Fuss hoch und aus einem Stück bestehend, inclusive Säule, Fundamentierung und Versetzung auf ca. Fr. 1'200.-- zu stehen kommen, somit die Gemeinde hierüber zu entscheiden hat."Der Antrag auf Erteilung des nötigen Kredites an den Gemeinderat wurde von der Versammlung angenommen, der Auftrag vergeben.

Schon im Spätherbst 1863 musste festgestellt werden, dass der Brunnen zu hoch angelegt worden war und das Wasser nicht richtig ablaufen konnte. Das Problem wurde behoben und der Brunnenplatz mit einem Sandsteinplattenbelag gedeckt.

Weitere Belege zum Brunnen finden sich in den nächsten Jahrzehnten keine. Allerdings wurde er, wann ist nicht bekannt, von seinem ursprünglichen Standort an den heutigen Platz bei Restaurant Gemsli ins Südquartier versetzt.

Bildarchiv (1)

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Quelle: wilnet.ch