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Brunnen beim Wiesenthal

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Im September 1944 wurde die Renovation des Brunnen beim Haus Wiesenthal, hinter dem heutigen Centralhof, im Gemeinderat eingehend erörtert. Die eng mit der Familie Müller aus Mosnang verknüpfte Geschichte jener Gegend, der unter anderem das "Schöntal" und die Buntweberei J.B. Müller, die spätere Wiler Filzfabrik zu verdanken war, schien allen wohl bewusst gewesen zu sein. Als nämlich 1833 Kreisammann Johann Baptist Müller (1788 - 1851) aus Mosnang nach Wil an die eben im Entstehen begriffenen Obere Bahnhofstrasse zog, nahm er das ihm gehörende Schützenhaus mit und liess es als Gasthaus Schönthal wieder aufrichten. Mit dem Wiesenthal, einem von Kaufmann Josef Marin Morel 1795 errichteten Gebäude, war es durch eine Holzgalerie verbunden. Hier und im Umkreis der später errichteten Remise für die Posthalterei wurde Wasser gebraucht und sicher auch einer oder mehrere Brunnen errichtet. Nun, im Jahr 1944 sollte ein Medaillon mit dem Bildnis des Kreisammanns an diese Pioniergestalt errinnern. Es sollte dabei versucht werden, so die Meinung des Gemeinderates, an die künstlerische Ausschmückung auch einen Beitrag der Nachfahren, der Familie Benziger-Müller, zu erhalten. Da aber diese nicht bereit waren, einen Beitrag zu sprechen, wurde auf ein Medaillon verzichtet. Lediglich die Erstellung einer Brunnensäule in Juramuschelkalk mit Inschrift wurde in Auftrag gegeben.

Bei der Versetzung des Brunnens wurde festgestellt, dass der Sandstein stark verwittert war. Die Neuerstellung in Kunststein wurde als beste Lösung vorgeschlagen. "Mit Rücksicht auf die Wünschbarkeit der Erhaltung dieses bisher privaten Brunnens wird beschlossen, denselben als öffentlichen Brunnen zu übernehmen und eine neue Brunnensäule erstellen zu lassen. [...] Nach Übernahme des Brunnens soll der betreffende Platz vermarkt und auf die Gemeinde überschrieben werden."

Bildarchiv (2)

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Quelle: wilnet.ch