Im April 1844 wurde Zimmermeister Strübi beauftragt, an der St. Peterstrasse einen neuen Brunnen zu erstellen - zu dieser Zeit und angesichts seines Berufes wohl immer noch ein Holzbrunnen. Gleichzeit wurde der Anschluss an das bestehende Deuchelleitungsnetz vorgenommen, indem von der Hauptleitung auf dem Weierdamm ein Abzweiger in der Höhe der Oberen Mühle installiert wurde, der das Wasser ins Gebiet Bleicheplatz - Obere Bahnhofstrasse brachte, mit einer Verlängerung in die Gegend um St. Peter.
Im August 1863 muss über eine Erneuerung des Brunnens gesprochen worden sein. Jedenfalls wollte Strangfärber Eisenring in diesem Zusammenhang festgehalten haben, dass er seinerzeit der Errichtung dieses öffentlichen Brunnens in der Nähe seines Hauses zugestimmt habe, unter der Bedingung, dass dieser sein Eigentum würde. Ausdrücklich verlangte er die Bestätigung, dass die Politische Gemeinde den Brunnenplatz als Privatboden belassen werde. Zudem sei vereinbart worden, dass er keine Pflicht zur Erneuerung des allfällig defekt gewordenen Brunnens habe. Da in den Protokollen nichts vermerkt worden sei, wurden die bei der Errichtung schon im Amt gewesenen Gemeinderatsmitglieder befragt. Da diese den Sachverhalt bestätigten, wurde jetzt ein Vermerk im Protokoll angebracht. Färber Eisenring hatte diese Erklärung in weiser Voraussicht verlangt, musste doch im April 1865 festgestellt werden, dass der Brunnen bei St. Peter gänzlich verfallen sei. Um in diesem Quartier die öffentlichen Wasserstellen zu erhalten, beschloss der Gemeinderat, einen neuen Brunnen aus Würenloser Stein anzuschaffen und an gleicher Stelle errichten zu lassen.
Trotzdem beklagten sich die Bewohner des Quartiers in den nächsten Jahren mehrfach über Wassermangel, vor allem im Winter. Der Gemeinderat fand verschiedene Ursachen für diese Knappheit, da einerseits die Quellen hinter dem Rathaus immer weniger Wasser lieferten, andererseits der Obere Weier ausgetrocknet war und viel Wasser für den Brunnen bei der Oberen Mühle gebraucht wurde. Er beschloss deshalb, das auch Wasser aus der Forrenquelle ins St. Peterquartier geleitet werden solle, um immer genügend Brauch- und Trinkwasser zur Verfügung zu haben.

