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Böckebrunnen / Lindenplatz

Brunnen · Raum

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Im August 1853 hatte der Wiler Gemeinderat in Würenlos einen steinernen Brunnen von 9 Fuss Länge und 7 Fuss Breite gekauft. Allerdings wurde erst am 16. Januar 1854 der Standort bestimmt, indem der neue Brunnen auf dem Platz beim Haus von Hauptmann Gähwiler zu stehen kam. Dieses, das heutige Haus Nr. 50 an der Marktgasse, war 1788 von Richter Gebhard Gähwiler erbaut worden, während der Platz schon bei einer 1761 erfolgten Sanierung der Mittelgasse entstanden war. Dabei wurden die auf diesem Platz stehenden Häuser aus feuerpolizeilichen und wohl auch sanitären Gründen abgebrochen.

Im Juli 1951 musste festgestellt werden, dass die Brunnensäule reparaturbedürftig geworden war. Gemeinderat Emil Wick konnte eine Offerte für eine neue Brunnenfigur vorstellen. Als Sujet hatte der Wiler Bildhauer Werner Hilber einen Krieger, eben einen der berühmt-berüchtigten "Wiler Böcke" aus der Zeit des "Alten Zürichkrieges" Mitte des 15. Jahrhunderts, vorgesehen. Carl Georg Jakob Sailer charaktarisierte diese in seiner Chronik wie folgt: "Es war eine Verbindung der kühnsten Wagehälse zur Ausführung der verwegensten Taten." Dem Sujet und auch dem Kostenvoranschlag wurde zugestimmt. Allerdings wurde eingewendet, das erzählt werde, Werner Hilber gehöre der kommunistischen Partei an. Darum wurde beschlossen, zuerst die politische Gesinnung des Künstlers abklären zu lassen. "Falls Hilber tatsächlich der kommunistischen Partei angehören sollte, wird ihm der Auftrag nicht vergeben." Da die Abklärungen keinen solchen Befund ergaben, wurde der Auftrag erteilt. Für die Ausführung war Bildhauer Eugen Krucker zuständig.

Im März 1953, als die Vorbereitungen für die Aufstellung der neuen Figur fast fertig waren, erhob Bildhauer Urban Blank Bedenken, dass diese grössere Plastik die Intimität des Platzes beim "Freischütz" beeinträchtigen könnte und regte an, doch die bestehende Plastik samt Säule zu kopieren. Aufgrund der fortgeschrittenen Arbeiten ging der Gemeinderat auf dieses Ansuchen nicht ein.

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Quelle: wilnet.ch