Bronschhofen wird 796 erstmals urkundlich erwähnt. In jenem Jahr übertrugen Winithar und seine Mutter ihren Hof "Pramolveshova" dem Kloster St. Gallen. Der Name Bronschhofen scheint auf das althochdeutsche "bramo" zurückzugehen, was ihm ungefähr die Bedeutung von "Höfe beim Dornengestrüpp" gibt. Der Hof Bronschhofen erscheint erstmals im Jahr 796: am 20. Mai dieses Jahres übertragen Winithar und seine Mutter Sleta ihren Besitz in Wil und «Pramolveshova» (Bronschhofen) dem Kloster St. Gallen. Hier sei zur Illustration ein Auszug angeführt (Übersetzung nach dem Wiler Historiker Walther ab Hohlenstein): «... Also überlassen wir, in Gottes Namen Winitharius und meine Mutter Sleta, aus Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus, und zur Vergebung unserer Sünden, ab dem heutigen Tage, und wollen, dass es auf ewig überlassen sei: das ist im Gaue Thurgau in den Grenzen und Marken, genannt im Dorfe, welches Wil heisst, und ebenso in Pramolveshova, was wir nach jedermanns Kunde in diesen Grenzen oder Marken besitzen, an väterlichem Gute oder was uns nach den Gesetzen zugehört, sowohl an Boden, als an Häusern, Hütten, Eigenleuten, Baumgärten, Feldern, Wiesen, Wäldern, Weiden, Wassern und Wasserläufen, beweglich und nagelfest. Alles dieses Obgenannte übergeben und übertragen wir ans Kloster St. Gallen, wo der ehrwürdige Mann Bischof Egino und Abt Werdo nach allgemeiner Kunde vorstehen; ausgenommen die vier Eigenleute mit folgenden Namen: Nendel und Adelhart und Haswehr und Dietrich; so dass es nach dem heutigen Tag sie selber oder deren Nachfolger haben, innehalten und besitzen mögen. Es beliebte jedoch als Beschluss: Falls es mir gefiele, diese Schenkung zurückzukaufen, soll es mir gestattet sein, sie mit 10 Schillingen zurückzukaufen. Und wenn es meine rechtmässigen Söhne zurückerwerben wollen, sollen sie‘s in gleicher Weise tun. Und wenn es mir gefällt, dass jemand von meinen Verwandten dieses Gut zurückerwerbe, soll es ihnen um ein Wehrgeld erlaubt sein. Und solang wir leben, sollen wir für diese Güter als Zins an das Kloster entrichten: 15 Eimer Bier und 30 Brote und einen Frisching [ein junges Schwein] im Wert von einer Saige... »