Seit 1908 wird der Blumenschmuck an den Häusern durch Wettbewerbe mit fachmännischer Begutachtung gefördert, "um die Häuserzierung anzuregen und zu fördern" (HV 2.4.1908). Der Blumenwettbewerb bleibt in unterschiedlichen Zeitintervallen bestehen, bis in die jüngste Zeit. Schon beim ersten Wettbewerb können 86 Teilnehmer in 5 Kategorien prämiert werden. Zur gleichen Zeit beginnt man mit der Dekoration der öffentlichen Brunnen. Diese wird über Jahre vom VVW besorgt, wird als gemeinnützige Tat aber bald einmal fragwürdig, als man feststellt, dass dieser Aufwand grösser ist als der Beitrag der politischen Gemeinde für die Leistungen des Vereins im ganzen Jahr. 1909 beläuft sich der Aufwand des VVW für die Brunnenzier auf Fr. 450.- , der Beitrag der Stadt beträgt Fr. 300.-. 1912 wird angesichts der schlechten finanziellen Lage des Vereins die Frage laut, ob z.B. die Gemeinde dem Verein die Erstellungskosten der Gestelle und Gefässe für die Blumendekorationen rückvergüten könnte, "indem es sich doch um rein öffentliche Werke handelt" (HV 29.7.1912).
(aus: 125 Jahre Wil Tourismus 2009)