KLEID ER von Kleidermandat und Modediktat Ausstellung vom 21. September bis 13. Oktober 2002 "Kleider machen Leute !", diese Erkenntnis ist nicht neu.
Genau gesagt, sind Kleider Ausdruck der Gesellschaft, in der sie entworfen, geschneidert und getragen wurden und werden. Kleider haben als primäre Funktion den Schutz der Haut vor Wärme, vor Sonne, vor Kälte, vor allem aber verraten sie einiges über den oder die TrägerIn.
Kleider gliedern, in junge und ältere Menschen, in Herrschaften und Dienstleute, in Städter und Bauern, in Arbeiter und Angestellte, spiegeln soziale und kulturelle Normen und Werte wieder.
Im Stadtarchiv Wil sind verschiedene "Kleidermandate" zu finden, die teilweise sehr detailliert Auskunft über die jeweilige Mode und Unmode, aber auch über die ausgeprägten sozialen Unterschiede geben. Eines der ausführlichsten und ergiebigsten Mandate ist das "Mandat gegen hoffärtige Kleidermode ..." vom 31. Juli 1683.
Im Bestand des Stadtmuseums ist das Porträt von Stadtschreiber Johann Ludwig Müller von 1679 vorhanden, der im Auftrag von Schultheiss und Rat das Mandat niedergeschrieben hat. Die Porträts von Schultheiss Georg Kienberger und Frau von 1682 und Seckelmeister Conrad Senn von 1684 sind ebenfalls original in Oel im Bestand.
Was ist oder war ein Mandat ?
Was steht im Mandat von 1683 ?
Welches sind die historischen und sozialen Erkenntnisse und Hintergründe ?
Wurde es befolgt ?
Wo stehen wir heute, wer macht unsere "Kleiderordnung" ?
"Meine Tochter kauft ihre Kleider nur noch übers Internet!"
Bewusst soll der Gegensatz "früher - heute" als konstruktive Idee genützt werden

