2008 wurde im Stadtmuseum eine Ausstellung mit archäologischen Fundstücken vor allem aus dem Bestand der Kantonsarchäologie St. Gallen präsentiert:
Das älteste bisher in Wil gefundene Objekt ist eine steinzeitliche Pfeilspitze:
Fürstenaupark Wil Die Ende 2005 von Martin Mengeu, Elgg ZH, entdeckte Fundstelle lag im ca. 30 000 m2 umfassenden Baugebiet «Fürstenaupark», am Hangfuss des Nieselbergs im Übergang zur ebenen Niederterrasse oberhalb der Thur. Zum Zeitpunkt der Entdeckung war bereits rund die Hälfte des Areals durch den Aushub für Wohnblöcke zerstört. Einzig in der nordöstlichen Ecke der Baugrube waren Fundschichten erhalten. Aufgrund verschiedener Beobachtungen ist zu vermuten, dass das ohne archäologische Begleitung ausgehobene Fundareal eine Ausdehnung von bis zu 20 000 m2 erreichte. Sondierungen im Juli zeigten, dass im nach Norden ansteigenden Gelände oberhalb des Hangfusses und in der östlich angrenzenden Minigolfanlage keine Fundschichten erhalten sind. Die Grabung vom 19. Juni bis 17. Juli 2005 unter der Leitung von dipl.phil. Erwin Rigert erfasste die gesamte Ausdehnung der nur gerade auf 70 m2 erhaltenen Kulturschicht entlang der nördlichen Baugrubenkante. Nach Abschluss der Bauarbeiten verbleibt als letzter Rest ein schmaler Streifen Kulturschicht von ca. 50 x 2 m vorderhand ungefährdet in der östlichen Böschung.
Die spätbronzezeitliche Kulturschicht wurde von einem bis zu 1,5 m mächtigen Hanglehm (Kolluvium) überdeckt. Daraus wurden umgelagerte mittel- und jungsteinzeitliche Funde geborgen. Unterhalb der Kulturschicht lagen ebenfalls mächtige Hanglehmschichten. Darin fand sich eine wohl jungsteinzeitliche Silexpfeilspitze. Funde dieser Zeitstellung waren in der Region Wil bislang nicht bekannt. Die spätbronzezeitliche Kulturschicht füllte eine natürliche Erosionsrinne. Hier war die Dichte an Hitzesteinen und Keramik sehr hoch, stellenweise lagen eigentliche Scherbenpflaster.
Im Grabungsbereich liessen sich keine baulichen Strukturen feststellen. Einzig im Westteil gab eine dichte Streuung verziegelten Lehms einen Hinweis auf ein abgebranntes Gebäude. Ein Holzkohlehorizont an der Basis der Kulturschicht könnte von einer Brandrodung kurz vor Siedlungsbeginn zeugen. Das Fundmaterial, unter dem sich Scherben mit Grafitüberzug finden, lässt sich dem Übergang von der späten Spätbronzezeit zur frühen Eisenzeit zuordnen.
Weitere Funde Das Thurtal scheint erstmals während der Bronzezeit durchgehend vom Menschen besiedelt und genutzt worden zu sein. Dieses Bild vermitteln jedenfalls die Funde, die regelmässig über das ganze Gebiet verteilt sind. Siedlungsspuren stammen von der Alttoggenburg/St. Iddaburg und von der Glattburg, ein Grab von Rossrüti am Gärtensberg, Einzelfunde aus der Thur zwischen Bazenheid und Schwarzenbach sowie in Maugwil, schliesslich Spuren menschlicher Rodungstätigkeit vom Rotmoos sowie von den Alpen Selun und Gamplüt.
Der älteste Fund stammt möglicherweise von Maugwil (Gem. Bronschhofen): ein bronzenes Randleistenbeil des Typs Salez, benannt nach dem Depotfund von Salez im Rheintal. Es gehört in die frühe Bronzezeit um 2000 v.Chr.
Die römischen Funde aus dem Sankt-Galler Thurtal ergeben ein wenig klares Bild. Es handelt sich dabei fast ausschliesslich um Münzfunde aus dem 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. .
1866 und 1876 wurden in Maugwil frühmittelalterliche Gräber entdeckt. Es handelte sich um mindestens vier Gräber: ein Männergrab mit vollständiger Waffenausrüstung samt Spatha (Schwert), Sax (einschneidigem Hiebschwert), Lanze und Schildbuckel sowie einer Riemenzunge des Gürtels, ein weiteres Männergrab und ein Pferdegrab mit einigen kleinen Bronze-Objekten (verschollen) sowie ein Frauengrab mit Glasperlen, einem Ohrring (?), einer Fibel und Riemenzungen einer Schuh- oder Wadenbindengarnitur.
(vergleiche dazu auch: https://vhs-wil.ch/wp-content/uploads/2022/11/Keltinnen-Wil.pdf ) Und hier der link zu den archäologischen Fundstellen im Kanton St. Gallen:
In neuester Zeit wurden im Wilen keltische und römische Funde gemacht, die im Moment noch ausgewertet werden. www.wilenbeiwil.ch