PANKRAZ war bis zum 21. November 1980 eine Gruppe Jugendlicher, die versuchten, das Kultur- und Freizeitangebot in der Region Wil mit Veranstaltungen zu erweitern. Das 1. Wiler Altstadt Open Air Festival vom 13./14. September 1980, gab dem Verein den Namen, denn der Brunnen auf dem Goldenen Boden ist ja der Pankratiusbrunnen. Da dieser Brunnen während den Vorbereitungsarbeiten gewisse Probleme bereitete, wurde das OK nach ihm benannt, eben PANKRAZ.
Am 21. November 1980 wurde dann aus PANKRAZ ein Verein für Musik. Mit der Vereinsgründung wollten die Mitglieder keine Vereinsmeierei fördern, sondern eine Einrichtung schaffen, die gegenwartsbezogene kulturelle Ausdrucksformen, vor allem im Bereich der Musik, zum Zug kommen lässt. Zudem haftet in einem Verein (nur) das Vereinsvermögen, was einer Herabsetzung des persönlichen Risikos der aktiven Organisatoren gleichkommt. Auch erleichtert die juristische Person vielerorts die Arbeit. Gründungs- und OK-Mitglieder waren Urs Karrer, Urs Paul Holenstein, Ruedi Brägger, Stefan Alfanz, Susanne Knöpfel, Stefan Leutenegger, Erich Rutz, Barabara Stieger, später kamen noch Werner Warth, Christoph Schär und Guido Wiesli dazu.
PANKRAZ versuchte, kulturelle Strömungen zu fördern, die - vor allem in Ergänzung zum offiziellen Kulturbetrieb - Künstler mit breiten Bevölkerungskreisen zusammenführen sollten, um damit beiden Seiten vermehrte Kommunikation und schöpferische Tätigkeit zu ermöglichen. Dies sollte durch die Organisation kultureller Veranstaltungen erreicht werden, d.h. verschiedenste Konzerte und alle zwei Jahre das Wiler Altstadt Open Air Festival, wobei mit bestehenden Kulturinstitutionen zusammen gearbeitet wurde.
Vier Open Air Festivals in der Altstadt, diverse Konzerte, ein Veranstaltung im Zirkus, eine Sylvesterparty in der Tonhalle sind die in Erinnerung gebliebenen Aktivitäten.
Einige der Mitglieder engagierten sich ab 1984 vor allem im Verein "Kulturlöwe", der Verein existierte noch bis in die 90er-Jahre, allerdings ohne nennenswerte Aktivitäten.





