Dass sich das aufstrebende Wiler "Bahnhofsviertel" ausgezeichnet als Standort für gastronomische Betriebe eignet, wurde schon bald nach Eröffnung der Bahnlinie Zürich - Winterthur - Wil - St.Gallen erkannt und genutzt. Mit jeder Eröffnung einer weiteren Zugsstrecke wurde Wil mehr zum Verkehrsknotenpunkt. Wo viel Verkehr ist, steigt auch das Bedürfnis nach Rastmöglichkeiten.
Diese Überlegung könnte der Anlass dazu gewesen sein, dass im Oktober 1878 die Witwe Kunz die Wein- und Bierwirtschaft "Zur Eisenbahn" eröffnete. Nur, bereits im nächsten Jahr erfolgte der erste Wirtewechsel zu Ferdinand Weibel, der schwungvoll im Februar mit einer Abendunterhaltung bei "Schweinsrippli, Schnörrli, Ohrle und Sauerkraut" begann. Doch bereits im April wechselte der Wirt erneut. Johann Pankraz Egli erwarb die "Eisenbahn", verkaufte sie jedoch schon 1894 an die Aktienbrauerei. Anders als zum Beispiel im "Bahnhofbuffet", blieben die Wirte selten länger als ein paar Jahre auf dem "Isebähnli". Nach über 100jährigem Bestehen stellte das einem Wintergarten ähnliche Restaurant mit Vorplatzwirtschaft 1981 den Betrieb gänzlich ein. Am 24. Juni 1982 wurde das ganze Gebäude abgebrochen, um der Erweiterung des Migros-Marktes Platz zu machen.
(Olbrich, Willi; Gastliches Wil, Wil 1989)



